himmlisch: EVANGELISCH IN NIEDERSACHSEN

STEPHAN KRAWCZYK IN DER NEUSTÄDTER HOF- UND STADTKIRCHE


Der Liedmacher, Schriftsteller, Kabarettist, Komponist, Dichter, Musiker und Sänger ist zum Anlass der Feier des Tags der Deutschen Einheit in Hannovers Neustädter Hof- und Stadtkirche aufgetreten. Am 2. Oktober fand ein Abend mit Musik und Gespräch, moderiert von den Bischöfen und Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirchen in Niedersachsen statt.

Zuvor war Stephan Krawczyk im Gespräch auf dem „Roten Sofa“, der Talk-Bühne auf der Kirchenmeile: „Das gibt es doch nicht. Du spinnst ja!“, hatte der 1988 aus der DDR ausgebürgerte Musiker Stephan Krawczyk zu seiner Freundin gesagt, als diese ihm nach seinem Opernauftritt in Frankfurt am Main vom Mauerfall erzählte, berichtete der Sänger Michael Eberstein von der Evangelischen Zeitung.

„MIT DEN FARBEN UNSERER STUNDEN MALEN WIR EIN BILD VON GOTT“ – KRAWCZYK


Stephan Krawczyk wird Silvester 1955 in Weida/ Thüringen geboren. Nach Abitur und dem Studium der Konzertgitarre an der Franz-Liszt-Hochschule in Weimar ist er seit 1980 freiberuflicher Sänger. 1981 gewinnt er den Nationalen Chansonwettbewerb der DDR, zieht 1984 nach Berlin, Hauptstadt.

Im selben Jahr beginnt er zu schreiben, im Jahr darauf wird ein Berufsverbot über ihn verhängt. Er tritt gemeinsam mit Freya Klier in Kirchen auf, wird zur Symbolfigur der DDR-Bürgerbewegung. Am 17. Januar 1988 verhaftet die Stasi den oppositionellen Künstler und schiebt ihn 16 Tage später in den Westen ab.

Im selben Jahr, nun in Westberlin, gründet Krawczyk die Bürgerinitiative „FCKW Stop! Jeder Tag zählt“. Konzerttourneen führen ihn durch den deutschsprachigen westeuropäischen Raum, nach Nordamerika, Frankreich, Spanien, Italien. Er schreibt das Buch „Schöne Wunde Welt“, das im Jahr der Wiedervereinigung veröffentlicht wird.

1991 entsteht die Erzählung „Mein Vater“, für die Krawczyk 1992 die Bettina-von-Arnim-Literaturpreis erhält. Im selben Jahr fährt er in das Bürgerkriegsland Somalia.

Neben fortwährender Konzerttätigkeit schreibt er an seinem ersten Roman „Das irdische Kind.“ Das Buch erscheint 1996. Seitdem diverse Veröffentlichungen auf musikalischem und literarischem Gebiet, Reisen, Tourneen, seit 2003 auch als Kabarettist. In diesem Jahr war Stephan Krawczyk mit „Mensch Nazi" quer durch die Republik bereits an Schulen unterwegs. 

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Stephan Krawczyk auf dem Roten Sofa